Der Markt für Künstliche Intelligenz (AI) steckt in einer ausgeprägten Korrekturphase, die stellenweise zu überverkauften Situationen geführt hat. Nahezu täglich gibt es neue relevante Entwicklungen, doch die Schwäche der AI-Werte hält an, vor allem in der Infrastruktur. Belastungsfaktoren gibt es genug:
- Die Anwendung DeepSeek zeigt, dass effiziente Modelle künftig mit weniger AI-Hardware auskommen können.
- Die Rentabilität der hohen Infrastrukturinvestitionen steht in Frage.
- Die Quartalszahlenvon Nvidia – solide, aber nicht in dem Maße die Erwartungen übererfüllend wie in den Jahren zuvor und daher: enttäuschend.
- Und schließlich: die US-Handels- und Zollpolitik, die unter Präsident Trump eine harte Linie im geopolitischen Wettstreit mit China verfolgt. AI kommt hier eine Schlüsselrolle zu.
Zugleich jedoch schreitet die technologische Entwicklung voran und eröffnet neue Marktpotenziale. Auch haben sich AI-Anwendungen bereits in vielen Branchen etabliert und tragen zunehmend zum Wachstum bei. Es gibt daher ebenso gute Argumente, das Anlagethema AI weiter im Blick zu behalten. Zumal die Korrektur inzwischen für neue, attraktivere Bewertungen gesorgt hat. Mike Glöckner, Analyst für den Technologiesektor, hat das Thema analysiert.
Interview mit Jan Ehrhardt
Lesen Sie hier das Interview „Ich konnte meine Fehler machen“ aus der kommenden Capital-Ausgabe 04/2025: